Stockheimer Lieschen: Land übernimmt Planungskosten von 11,8 Millionen Euro

Mit der Unterstützung wird der Ausbau der Niddertalbahn gefördert.

Das Land Hessen übernimmt die Planungskosten in Höhe von 11,8 Mio. Euro für den Ausbau und die Elektrifizierung der Niddertalbahn. Einen entsprechenden Finanzierungsvertrag hat das Land mit der DB Netz AG, der DB Station&Service AG und der DB Energie GmbH abgeschlossen, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag in Wiesbaden mitteilte: „Wir wollen dringend die Kapazität der Strecke erhöhen, um mit einem besseren Angebot weitere Fahrgäste für den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene zu gewinnen“, sagte der Minister.

Verkehrsangebot verdichten

Die 31 km lange Niddertalbahn verbindet Bad Vilbel mit Glauburg-Stockheim und verknüpft damit auch die Bahnstrecken Frankfurt–Kassel (Main-Weser-Bahn) und Gießen-Gelnhausen (Lahn-Kinzig-Bahn). Wegen der wachsenden Fahrgastzahlen soll das derzeitige stündliche Verkehrsangebot auf einen Halbstundentakt verdichtet werden. Zudem sollen mehr Züge als heute über Bad Vilbel hinaus bis nach Frankfurt fahren. In der Hauptverkehrszeit sind weitere Verstärkerzüge geplant.

Die derzeit eingleisige Strecke soll dafür elektrifiziert sowie in den Abschnitten von Altenstadt nach Altenstadt-Höchst und von Schöneck-Büdesheim nach Schöneck-Kilianstädten zweigleisig ausgebaut werden. In einigen Abschnitten wird sie für eine höhere Streckengeschwindigkeit ertüchtigt. Dazu müssen auch Brücken, Bahnübergänge und Verkehrsstationen angepasst und modernisiert werden.

„Wir wollen dringend die Kapazität der Strecke erhöhen, um mit einem besseren Angebot weitere Fahrgäste für den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene zu gewinnen“, so Hessens Witschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

Strecke ausbauen und elektrifizieren

Ziel ist es derzeit, die Ausbaumaßnahmen bis Ende 2027 abzuschließen. Im Zuge der Planung wird dieser anspruchsvolle Termin überprüft. Der laufende Betrieb soll während der Ausbaumaßnahmen weitestgehend aufrechterhalten werden. Zeit- und abschnittsweise wird es zu Schienenersatzverkehr kommen.

„Mehr Züge, die zudem öfter zwischen Glauburg-Stockheim, Bad Vilbel und auch weiter Richtung Frankfurt unterwegs sind – das ist unser Ziel mit dem Ausbau der Strecke“, sagte Gerd-Dietrich Bolte, Leiter Infrastrukturprojekte Mitte der DB Netz AG. „Gleichzeitig tragen wir mit der Elektrifizierung der Strecke dazu bei, dass die Niddertalbahn umweltfreundlicher fährt.“

„Heute sind mehr als drei Mal so viele Fahrgäste wie 1985 mit der Niddertalbahn unterwegs. Damit diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, muss die Strecke ausgebaut und elektrifiziert werden. Nur dann kann der RMV das Fahrtenangebot ausweiten und darüber zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Daher freue ich mich, dass das Land die Planungskosten für den weiteren Ausbau trägt und einen wichtigen Meilenstein für eine moderne Niddertalbahn setzt“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Bessere Anbindung an Metropolregion

„Der Ausbau der Niddertalbahn ist mit dem Ausbau der S-Bahnstrecke 6 und der Reaktivierung der Horlofftalbahn das wichtigste Schieneninfrastrukturprojekt im Wetteraukreis“, kommentierte Landrat Jan Weckler. „Der Niddertalbahn kommt bei der Stärkung der Ost-West-Verbindung in der Wetterau eine große Bedeutung zu. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke sind gerade für die Pendlerinnen und Pendler im Wetteraukreis sehr wichtig, denn sie sorgen für eine bessere Anbindung des ländlichen Raums an die Metropolregion. Wir freuen uns, dass mit Unterstützung des Landes jetzt die Planungen beginnen können.“

Der Ausbau der Niddertalbahn ist Teil des Infrastrukturentwicklungsprogramms Frankfurt RheinMain plus, das gemeinsam von Bund, Land Hessen, Stadt Frankfurt am Main, Rhein-Main-Verkehrsverbund und DB AG vorangetrieben wird.

Quelle: Land Hessen

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