MKK: Bis Ende der Woche rund 2.500 Impfungen – Keine „Vormerkungen“ beim Gesundheitsamt möglich

Impfaktion geht auch am Feiertag weiter

Bis Ende der Woche rund 2.500 Impfungen – Keine „Vormerkungen“ beim Gesundheitsamt möglich

Main-Kinzig-Kreis. – Über den reibungslosen Start der Coronaimpfungen im Main-Kinzig-Kreis hat sich die Kreisspitze erfreut gezeigt. „Die Impfaktion ist in den ersten stationären Einrichtungen gut angelaufen. Dafür geht unser Dank an die Einsatzkräfte der mobilen Impfteams und an die zuständigen Stellen in den Einrichtungen, die hier bei der Vorbereitung und der Organisation in den Häusern unterstützt haben“, erklärten Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann im Anschluss an die Verwaltungsstabssitzung am Mittwoch, in der eine Zwischenbilanz gezogen worden war. Bis einschließlich kommenden Sonntag werden im Gebiet des Main-Kinzig-Kreises rund 2.500 Impfdosen verimpft. Die Impfaktion geht dabei auch über den Neujahrstag und das Wochenende weiter.

„Das Interesse in den Einrichtungen an einer Impfung ist hoch und spiegelt das hohe Interesse, das wir aus der Bürgerschaft insgesamt wahrnehmen“, so die Kreisspitze. Laut Landrat Thorsten Stolz erreichen das Gesundheitsamt täglich Dutzende Mails und Briefe, mit denen sich Bürgerinnen und Bürgern für eine Impfung „vormerken“ lassen wollen. „Da sind wir als Landkreis der falsche Ansprechpartner, mal abgesehen davon, dass eine Anmeldung noch überhaupt nicht möglich ist“, stellte Landrat Stolz klar. „Wenn es losgeht, soll das über landeseinheitliche Hotlines und Plattformen geregelt sein. Jeder und jede Einzelne wird hier von zentraler Stelle aus kontaktiert, sobald man einen Termin buchen kann. Das übernehmen nicht die Kolleginnen und Kollegen der Gesundheitsämter. Wir erwarten hier in den nächsten Tagen genauere Erläuterungen durch die Ministerebene, wie das für die Hessinnen und Hessen genau ablaufen soll, Wartelisten gibt es jedenfalls nicht, auf denen man sich eintragen könnte.“

Bei den derzeit laufenden Impfungen sind, seit vergangenen Sonntag, mobile Teams in stationären Einrichtungen unterwegs. Menschen, die dort leben und arbeiten, haben laut Corona-Impfverordnung höchste Priorität für eine Schutzimpfung. Ebenso zählen auch Frauen und Männer ab 80 Jahren dazu sowie Pflegende, unabhängig von der Wohnsituation der zu Pflegenden. Genau dieser Umstand beschäftigt viele Absender von Mails und Briefen an den Main-Kinzig-Kreis. Die immer wieder gestellte Frage: Wann bin ich selbst beziehungsweise wann sind die Angehörigen dran, die einer der Risikogruppen zuzurechnen sind?

Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler hat Verständnis für die Anfragen. „Wir sind endlich in der Lage, in absehbarer Zeit größere Zahlen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern gegen das Coronavirus zu impfen. Da wollen natürlich sehr viele Menschen gleichzeitig und frühzeitig drankommen, und das ist gerade bei jenen im hohen Alter und mit Vorerkrankungen sowie ihrem Umfeld absolut sinnvoll und nachvollziehbar drängend“, so die Erste Kreisbeigeordnete. Wie schnell weitere Teile der Bevölkerung außerhalb der stationären Einrichtungen geimpft werden können, hänge von den Lieferumfängen an Impfstoff ab. „Wenn es nach dem Main-Kinzig-Kreis geht, öffnen wir die Impfzentren in Hanau und Gelnhausen besser heute als morgen. Der generelle Fahrplan, an den wir uns halten müssen, ist aber ein anderer und die Entscheidung über das weitere Verfahren liegt beim Land Hessen.“

In der Corona-Impfverordnung hat das Bundesgesundheitsministerium festgelegt, welche drei Personengruppen zuerst geimpft werden. Die Impfung der ersten Gruppe mit der höchsten Priorität wird in Hessen wiederum in drei Phasen unterteilt. Die erste, derzeit laufende Phase umfasst Impfungen durch mobile Teams in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhausbereichen, die am meisten mit Covid-19-Erkrankten zu tun haben, etwa Intensivstationen und Notaufnahmen. Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, folgt in Phase zwei die Öffnung von sechs Regional-Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Abhängig von der Zufuhr von hinreichend Impfstoff sollen anschließend schrittweise die weiteren 22 hessischen Impfzentren, darunter die beiden im Main-Kinzig-Kreis, öffnen.

Geplant ist seitens des Landes Hessen auch für diese Ausweitung der Impfaktion eine Terminkoordination über eine landesweit einheitliche Hotline sowie ein Anmeldeportal im Internet. Personen, die zur vorrangig zu impfenden Bevölkerungsgruppe zählen, werden – sobald zugelassene Impfstoffe in ausreichender Anzahl verfügbar sind und die Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen – über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung zeitnah informiert. Die „Vormerkungen“ von Privatpersonen an die Adresse des Main-Kinzig-Kreises haben somit „keine Auswirkungen auf die Kontaktaufnahme oder die Terminvergabe“, wie Simmler betont.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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