Hanau: Zwei Männer nach Raubüberfall mit Schusswaffe in Haft

Nachdem es am 25. Oktober 2020 zu einem bewaffneten Raubüberfall im Kinzigheimer Weg in Hanau gekommen war, bei dem die Täter unter anderem eine Schusswaffe eingesetzt und einen 57-Jährigen hierbei am Knie verletzt hatten, befinden sich mittlerweile zwei Männer in Untersuchungshaft. Gegenüber der Polizei berichtete der Verletzte, dass er in der Tatnacht von zwei maskierten Männern überfallen worden sei. Sie sollen seine Geldbörse, sein Handy, seine Brille sowie einen Schlüssel entwendet und ihn mit Kabelindern und Klebeband gefesselt haben. Einer der Maskierten soll einen Schuss abgegeben haben, wodurch der 57-Jährige am Knie verletzt worden sei. Der Komplize soll anschließend noch mit einem Elektroschocker auf das Opfer eingewirkt haben. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen des Kommissariats 11 der Polizei und der Staatsanwaltschaft, richtete sich der Fokus zunächst gegen drei männliche und eine weibliche Tatverdächtige. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen vollstreckten die Beamten unter Hinzuziehung von Spezialkräften neun Durchsuchungsbeschlüsse in Limeshain, Offenbach und Frankfurt. Hierbei konnten vier Tatverdächtige im Alter von 31, 33, 36 und 38 Jahren vorläufig festgenommen werden.

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Die Durchsuchungen führten zum Auffinden und zur Sicherstellung des Elektroschockers, der möglicherweise bei der Tat eingesetzt worden war. Des Weiteren fanden die Beamten rund 1,2 Kilogramm Haschisch sowie 500 Gramm Marihuana und mehrere erlaubnisfreie Schusswaffen. Gegen den 31-jährigen Tatverdächtigen erließ das Amtsgericht Hanau auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hanau einen Haftbefehl, aufgrund dessen der Beschuldigte umgehend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde. Die 38-Jährige sowie der 36-Jährige wurden nach den polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hanau entlassen.

Durch weitere Ermittlungen fanden die Beamten die mutmaßliche Tatwaffe mit Schalldämpfer und noch eine weitere scharfe Pistole samt Munition in einem Kellerversteck der ehemaligen Wohnung des 33-Jährigen in Offenbach. 

Aufgrund der aufgefundenen Waffen sowie der Sicherstellungen der Betäubungsmittel in der Wohnung des 33-Jährigen in Limeshain wurde ein gesondertes Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Gießen eingeleitet, im Zuge dessen das Amtsgericht Büdingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen gegen den Beschuldigten einen Haftbefehl erließ, weswegen sich auch dieser nun in Untersuchungshaft befindet.

Quelle: Polizei Hanau

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