Wasserstandsmeldung aus Eichen

Klaus Knapp, Lucia Wörner-Böning und Matthias Lochner

Die Vertreter des Eicher Ortsbeirates, des CDU-Ortsbands und der CDU-Fraktion sind angesichts der Pegelstände in Eichen, die wie jedes Jahr für Hochwasser bis zu den Ortsgrenzen sorgen, alles andere als überrascht. Container, die Geflüchteten als Wohnraum zur Verfügung gestellt wurden, sind nur noch auf Holzbohlen erreichbar und ein Teil der Bewohner musste die Wohneinheiten räumen. „Die Überflutungen des Auengebietes bis an die Hochwasserlinie sind für die Eicher ein Ereignis, das in den regenreichen Wintermonaten regelmäßig stattfindet, wenn auch nicht jedes Jahr gleich stark. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein solcher Pegelstand wieder erreicht wird,“ berichtet Matthias Lochner, der in der kommenden Legislaturperiode im Ortsbeirat Eichen mitarbeiten will. „Niemals würde ein Eicher auf die Idee kommen, hier irgendetwas zu bauen. Vor Jahrzenten wurde die Niddertalstraße „erhöht“. Vor dieser Baumaßnahme haben die Bauern in Eichen ihre Wagen vom Ort bis zum Bahnhof aneinandergereiht gestellt, damit die Leute auf diesen zum Bahnhof laufen konnten.“

Der Eicher Ortsbeirat ist zur Errichtung der Container in der Niddertalstraße nicht befragt worden. Mangelnde Bürgerbeteiligung ist ein Dauerkritikpunkt der Nidderauer CDU. „Uns geht es nicht darum, prinzipiell gegen etwas zu sein,“ stellt Ortsbeirätin Lucia Wörner-Böning klar: „Ortsansässige kennen dieses Problem und wir hätten gerne dafür gesorgt, dass die Stadt Nidderau die begrenzten Mittel nicht auf diese Art verplempert. Die Eicher haben hierüber bloß den Kopf geschüttelt. Egal was teuer bezahlte Machbarkeitsstudien und Gutachten dazu sagen.“ Einer der Container-Bewohner berichtete von rheumatischen Schmerzen in Beinen und Rücken und gibt an, bereits einen Anwalt mit der Prüfung von Schadenersatzansprüchen gegen die Stadt Nidderau beauftragt zu haben.

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Das sind für die Nidderauer CDU alles vermeidbare Probleme. Wichtig ist nun, dass diese nicht an anderer Stelle erneut entstehen. In ähnlichem Umfang betroffen ist das Gelände hinter der Kindertagesstätte, dem Spielplatz und der Nidderhalle. Auch hier steht bereits ein guter Teil der Freiflächen unter Wasser und die Sandsäcke liegen schon auf dem Parkplatz hinter der Nidderhalle bereit. Die Hochwasserthematik wird sich aufgrund des Klimawandels verstärken. Die Errichtung eines Seniorenwohnheims an der Hochwassergrenze, ist aus Sicht der CDU Eichen daher nicht nachvollziehbar. „Wir brauchen gar nicht anfangen, über ein Jahrhundert-Hochwasser zu reden. Das hier ist ein für Eicher normales Ereignis zwischen Oktober und März,“ erläutert Klaus Knapp, finanzpolitischer Sprecher der CDU. „Eine weitere Bebauung an dieser Stelle zieht Kosten nach sich, die überhaupt nicht kalkulierbar sind. Als Nidderauer Stadtverordneter muss ich darauf hinweisen, dass die Zeche für Fehlinvestitionen von allen Nidderauern zu zahlen ist.“

Quelle: CDU Nidderau

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