Nidderau: Feld- & Kleinbahnverein vor dem Aus!!!

Durch Corona sind sämtliche Einnahmequellen unseres Vereins wie Flohmärkte und Modelleisenbahnbörsen weg gebrochen. Damit hätte man ja noch einigermaßen zurecht kommen können. Obendrein hat aber, ein hessischer Behördenvertreter die in 40 Jahren mühsam zusammengetragene Sammlung des Vereins von historischen Gegenständen als Abfall erklärt und verlangt ultimativ deren Entsorgung und Vernichtung nach dem Abfallbeseitigungsrecht.
Somit ist hierzulande also die Dystopie Wirklichkeit geworden, wie sie von George Orwell in seinem Roman “1984” oder Ray Bradburys Roman “Fahrenheit 451” beschrieben wird. Dort bewirken staatliche Stellen gewaltsam die Vernichtung von Zeitzeugen um die Bevölkerung besser manipulierbar zu machen.
Betroffen von der Behördenwillkürmaßnahme sind mehrere Traktoranhänger beladen mit Feldbahngeleisen sowie gefederte Feldbahn- bzw Kleinbahnwagons und zahlreiche der typischen Kipploren. Auch betroffen sind zwei sehr alte kleine Diesellokomotiven mit Zweitaktmotoren. Normalerweise sind nur Viertaktdieselmotoren bekannt. Doch bei diesen beiden handelt es sich um ein Kleinod aus der Pionierzeit des Dieselmotorenbaus. Um die einschlägigen technischen Probleme zu lösen hat der eine Motor einen an der Pleulstange angelenkten Spülkolben (System Klöckner-Humbold-Deutz), der andere Lokomotivmotor verfügt über einen Stufenkolben. Diese Lokomotiven waren bei der Trümmerbeseitigung nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz und halfen anschließend beim Wiederaufbau und Wirtschaftswunder in Ziegeleien und Kiesgruben.
Unsere Jugendgruppe kann unter solchen Umständen nicht weitergeführt werden. Der Vorstand bittet aber darum, daß die teils mittlerweile erwachsen gewordenen Jugendlichen die angefangenen Aufarbeitungsprojekte wieder zusammenschrauben. Denn diese müssen jetzt wohl zwangsläufig kurzfristig an Museumseisenbahner im Ausland evakuiert werden.
Werbung:
(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});
Die angefallenen Gerichts- und Anwaltskosten haben die Vereinsmittel aufgebraucht. Somit müssen jetzt Ausstellungsobjekte veräußert werden. Eine Segmentanlage nach Schweizer Motiven (Rhätische Bahn) wurde bereits abgebrochen. Eine aus mehreren Modulen bestehende, im Bau befindliche H0 Zweileiter Gleichstrom Anlage, die den Bahnhof Erbstadt – Kaichen in Epoche 3 darstellen soll, steht ebenso zum Verkauf wie mehrere Module im Maßstab 1:160 mit dem Gleisplan des Bahnhofs Eichen (Epoche 4), mehreren Streckenmodulen und dem mittlerweile weltbekannten Bahnübergang im Hochwasser.
Hunderte von kleinen Preiser-Menschen zusammen mit umfangreichem Gleismaterial im Maßstab 1:87, darunter 24 Weichen, 3 Doppelkreuzungsweichen und einer Kreuzung, (exakt die Anzahl zum damaligen Zeitpunkt) wurden zurück gegeben oder stehen zum Verkauf.  Damit sollte der Bahnhof Heldenbergen – Windecken am 1. 1. 1970 mit der Stadtgründung der Stadt Nidderau dargestellt werden. Diese fand vor dem derzeit noch vorhandenen Stückgutschuppen des Bahnhofs statt. Die Laderampe diente damals als Rednertribüne für die Politiker. Davor verbrannten die Feuerwehren symbolisch einen Schlagbaum.
 

Quelle:  Feld- & Kleinbahnverein e.V. mit Sitz in Nidderau

Diesen Beitrag teilen auf:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email

Werbung:

Aus dem

wird das

weiter zu

Wir wünschen Euch viel Spaß mit dem neuen Magazin. Die alte Webseite (Nidderecho) steht Euch noch ein paar Wochen zur Verfügung, wird aber nicht mehr mit neuen Artikeln gefüllt. Ab sofort geht es weiter als

www.MKK-Echo.de