Arbeitskreis Jugendzahnpflege bietet Kindern und Eltern digitale Lernspiele an

Das richtige Zähneputzen am Computer üben

Arbeitskreis Jugendzahnpflege bietet Kindern und Eltern digitale Lernspiele an

Der Arbeitskreis Jugendzahnpflege weist auf digitale Lernspiele zum Thema Mundgesundheit im Internet hin, um auch während der Pandemie auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Spiele werden seit dem vergangenen Frühjahr auf der Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege in Hessen (LAGH) gesammelt (www.lagh.de).

Normalerweise bekommen die Kindergarten- und Schulkinder des Landkreises zwei Mal pro Jahr zum Thema Mundgesundheit Besuch: Einmal erklärt eine Prophylaxefachkraft beziehungsweise ein Zahnarztteam kindgerecht die richtige Zahnpflege, und einmal geht es um das Essen und Trinken nach dem Konzept „Zuckerfreier Vormittag“. Durch die Corona-Krise sind diese Angebote  ausgefallen oder fanden im Spätsommer aufgrund des Hygienekonzepts nur sehr eingeschränkt statt, ohne gemeinsames Singen, ohne Essen und ohne praktische Zahnputzübung. Auch derzeit sind keine gemeinsamen Aktionen möglich.

„Bevor wir jedoch gar nichts machen, wollen wir den Kindern und ihren Eltern eine andere Möglichkeit bieten, sich mit dem Thema zu beschäftigen“, sagt Doris Lauer, Dipl.-Ökotrophologin vom Arbeitskreis Jugendzahnpflege Main-Kinzig-Kreis. Im März vergangenen Jahres hat sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Bettina Stolte (Arbeitskreis Jugendzahnpflege Fulda) und Ute Weber (LAGH) begonnen, mit beispielsweise dem frei verfügbaren Tool „learningsnacks.de“ („Wissenshappen“) kleine Lerneinheiten zu erstellen. Dort finden die Kinder und Eltern ein „Gemüse-und-Obst-Lied“, Fragespiele zu einem ausgewogenen Pausenfrühstück oder Links auf Youtube-Videos, etwa zum Kinder-Zähneputzen, dem wichtigsten Thema. Auf den bunten Bildern, die die Fragen auflockern, können die Kinder nach einer lustigen Hexe suchen. Außerdem gibt es Antworten zu Fragen rund um ausfallende Milchzähne, das richtige Naseputzen oder Zahnseide.

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„Wichtig ist bei Kindern der spielerische Ansatz, damit sie sich Inhalte gut einprägen können und daran Spaß haben“, sagt Dr. Gunda Adolphi, Geschäftsführerin des Arbeitskreises Jugendzahnpflege und Sachgebietsleitung Zahnärztlicher Dienst. Dr. Siegfried Giernat, Leiter des Gesundheitsamts, betont: „Die persönlichen Treffen mit den Kindern sind eigentlich am besten geeignet, um sich mit der Mundgesundheit zu beschäftigen. Die Prophylaxe ist aber ein unverzichtbarer Teil unserer Arbeit, und das kann recht gut mit diesen Digitalangeboten aufgefangen werden.“

Ines Usinger und Katja Racky, Prophylaxefachkräfte des Arbeitskreises Jugendzahnpflege, die im Landkreis regelmäßig Schulen und Kitas besuchen, haben beobachtet, dass sich das Grundwissen am besten im „aktiven Mitgestalten, Singen und Bewegen“ vermitteln lasse. „Mit großer Freude singen sie den Zahnputz-Rap oder spielen eine Art Theaterstück: Eine Gruppe Kinder spielt die Zähne und eine andere die Bakterien, die zirka einen Tag nach dem Essen eine Säure auf den ungeputzten Zähnen bilden.“ Die gemeinsamen Spiele und Lerninhalte hinterlassen bei vielen Kindern einen bleibenden Eindruck, sodass sie öfter ans Zähneputzen denken.

Bei den Besuchen wird viel Material in die Einrichtungen mitgebracht: Poster, Bilder zum Anmalen, Zubehör zum Zähneputzen oder eine Frühstücksbox. „In unserer Geschäftsstelle sind wir auch in Corona-Zeiten erreichbar, um die Lehrer, Erzieher, Eltern oder Zahnarztpraxen mit Angeboten zu versorgen“, sagt Dr. Adolphi. Darunter sind Arbeits- und Malblätter, Spiele, Broschüren oder ein Zahnärztliches Kinder-Untersuchungsheft. Es wird gebeten, den Bedarf mindestens zwei Wochen vorher anzumelden und einen Termin zur Abholung zu vereinbaren.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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