Kreis legt Sportentwicklungsplan vor – Erste Maßnahmen schon in der Umsetzung

Der neue Sportentwicklungsplan des Main-Kinzig-Kreises liegt nun vor und wird nach den Worten von Landrat Thorsten Stolz „hervorragende Impulse für eine vielfältige und anregende Sportlandschaft Main-Kinzig geben“. In dem Plan ist nicht nur der derzeitige Stand des Sport- und Bewegungsangebotes im Main-Kinzig-Kreis abgebildet, sondern er beinhaltet auch konkrete Handlungsempfehlungen. Der Fachbereich Sport beschäftigt sich aktuell bereits mit der Umsetzung erster Projekte. Einer der Schwerpunkte: „Schwimmenlernen“, ein gezielt an Kinder und Jugendliche gerichtetes Programm.

„Wir wollen, dass sich die Menschen im Kreis fit halten, über den Sport Menschen treffen und dass wir insgesamt eine starke Sportinfrastruktur haben. Dafür haben wir fundiert und in der Breite den Bestand untersucht und eine unersetzliche Expertise eingeholt: die Breiten- und Freizeitsportler aus der Region. Mit ihnen und für sie haben wir diesen Plan erstellt“, so Landrat Stolz, der seinen Dank an alle Beteiligten erneuerte.

Der Fachbereich Sport hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) eine Befragung unter 14.000 Bürgerinnen und Bürgern, den Sportvereinen, Schulen, Kindertagestätten und Kommunen des Main-Kinzig-Kreises durchgeführt. Zusätzlich wurde eine Steuerungsgruppe mit Vertretern der Kreisverwaltung, der Kreispolitik, des Sportkreises Main-Kinzig sowie der Sportfachverbände gebildet, auch Termine vor Ort gehörten dazu. Über allem stand das Ziel, Handlungsempfehlungen für bewegungsfreundlichere Kommunen zu erarbeiten und Sportvereine zukunftsfest aufzustellen. Die Arbeit wurde Ende vergangenen Jahres abgeschlossen.

Das fertige Ergebnis ist nun für jedermann sichtbar im Internet. Die Datei kann auf der Seite des Main-Kinzig-Kreises im Bereich Sport/Sportentwicklungsplan heruntergeladen werden.

Den Sportbegriff fasste der Main-Kinzig-Kreis in dem Plan bewusst weit. Von der Förderung von Sport und Bewegung und der allgemeinen Gesundheitsförderung über den Ausbau einer sporträumlichen Infrastruktur und dem Abgleich mit Bedarfen von Sportvereinen bis hin zu altersangepassten Sportangeboten wurde im Aufgabenspektrum der Planer viel berücksichtigt und im Speziellen thematisiert.

„Wir wollen es nicht bei der Theorie belassen, wir wollen direkt die ersten Projekte angehen“, sagte Landrat Thorsten Stolz. So stehen die ersten Initiativen im Zeichen der Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen. Um den schon bestehenden Bewegungsdrang der Kinder zu unterstützen, schafft der Main-Kinzig-Kreis in Kooperation mit der Fachschule für Sozialwesen an den Beruflichen Schulen in Gelnhausen ein zusätzliches Modul in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Mit dem Ausbildungsbaustein „Bewegungsförderung“ soll die spielerische Motivation von Klein- und Kleinstkindern zur Bewegung vermittelt werden. Zusätzlich sind Fortbildungsmaßnahmen für bereits ausgelernte Erzieherinnen und Erzieher in Planung.

Für den Bereich der Schulen nimmt der Main-Kinzig-Kreis die Schulhöfe in den Blick. Kinder verbringen, wenn sie sich im Präsenzmodus in ihrer Schule befinden, einen großen Teil des Tages in der Einrichtung. In ihren Pausen – aber genauso in schulfreien Zeiten – nutzen die Kinder die Schulhöfe, um sich auszutoben und miteinander zu spielen. „Wir setzen uns im engen Austausch mit Schulen und Fördervereinen dafür ein, dass der Außenbereich bewegungsfreundlich gestaltet wird. Es muss noch mehr Spaß machen als bisher, sich in der Pause auszupowern, zu rennen, zu springen. Möglichkeiten gibt es viele, wir wollen das unsererseits durch ein Förderprogramm und in Kooperation mit Vereinen unterstützen“, so Stolz.

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Förderung der Schwimmfertigkeiten bei Kindern

Mit dem Programm „Schwimmenlernen“ will der Main-Kinzig-Kreis zudem ein heute immer stärker diskutiertes Problem in Angriff nehmen. Die Sportentwicklungsplanung hat ergeben, dass es einen großen Konsens gibt, dass jedes Kind schwimmen können soll. Gleichzeitig fällt der Schwimmunterricht in den Grundschulen schon seit sehr langer Zeit aus. „Das Problem wird mit jedem Monat größer und es wird über den Schulunterricht vielleicht gar nicht mehr in Gänze abzufangen sein, dass eine große Zahl an Kindern die Grundschule verlässt ohne schwimmen zu können“, merkte Thorsten Stolz an. Das wolle der Kreis nicht akzeptieren. „Schwimmen muss ein Teil des Unterrichtsstoffs in der Grundschule bleiben, es ist eine der buchstäblich überlebenswichtigen Fertigkeiten, die man bis zum Ende der Grundschulzeit erwerben kann.“

In dem Programm des Kreises soll es begleitende oder auch zusätzliche Angebote geben, um jungen Menschen das Schwimmen beizubringen. Ziel bleibe es weiterhin, dass jedes Schulkind mit dem Beenden der Grundschule das Schwimmen erlernt hat. „Wir werden hier in den Austausch mit verschiedenen Akteuren treten, den Schulen, den Kommunen und den Schwimmvereinen. Wir wollen dort eine gemeinsame Lösung erarbeiten, wo der Ausfall von Schwimmunterricht nachhaltig schwere Folgen hatte“, so Stolz.

Die Sportentwicklungsplanung liefert darüber hinaus spannende Zahlen über das Sport- und Freizeitverhalten der Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis. So stehen beispielsweise Radfahren und Joggen an erster Stelle. „Das wiederum unterstreicht die Notwendigkeit eines gut ausgebauten Radwegnetzes im Kreisgebiet, daran arbeiten wir derzeit mit einem Radverkehrskonzept auch schon“, kommentiert Landrat Thorsten Stolz. Ebenso liefert die Sportentwicklungsplanung Anregungen für heimische Sportvereine, Verbände und für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Vereinen.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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