“Tag des Unkrauts” am 28.03.2021

„Es wächst in seiner Gnade, das Korn und auch die Rade“, diese Zeile ist aus einem alten Kirchenlied. Was Korn ist, dass wissen wir, es ist von Gegend zu Gegend verschieden, mal Weizen, mal Roggen. Aber was ist eine Rade?
Die Rade, die Kornrade war ein Ackerkraut und zwar ein gefährliches Ackerkraut, aber in dem Lied heißt es, dass beides wichtig ist. Heute zum Tag des Unkrautes wollen wir diesen Kräutern Aufmerksamkeit schenken. Die meisten unserer heimischen Unkräuter haben wir nie gesehen und kennen noch nicht einmal ihren Namen. Wer kennt denn schon die Rade, den Frauenspiegel, den Mäuseschwanz, den Erdrauch, den Ackerrittersporn? Das waren einmal häufige Ackerunkräuter, heute sieht man sie in Nidderau nur noch im Feld – und Wildkräuterreservat am Wartbaum in Windecken. Dort werden die Samen von zwei ehrenamtlichen Biologinnen gesammelt und unter anderem im Hessenpark in Neu-Anspach  eingesät. Ein Großteil der Unkräuter ist aus unserer Feldflora verschwunden. Das Feldflorareservat versucht diese Kräuter vor dem Aussterben zu bewahren. Wir haben viel dafür getan unsere Ernten zu schützen, aber wir sind längst darüber hinaus unsere Ernten schützen zu müssen. Viele Wildkräuter sind sehr selten geworden aber an jedem dieser Kräuter hängen 12 pflanzenfressende und blütenbesuchende Tierarten .

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Diese Tiere werden wieder zur Nahrungsgrundlage für Rebhuhn und Fasan. Das Rebhuhn benötigt in den ersten 14 Tagen seines Lebens tierische Nahrung um zu überleben. Manche Schmetterlingsarten legen ihre Eier nur an bestimmten Pflanzen ab. Vögel benötigen zur Aufzucht ihrer Jungen die Insekten die an den Wildkräutern leben.
Wie das alte Kirchenlied sagt, gibt es nichts was wirklich nutzlos ist und keinen Zweck hat. Alles ist in der Natur mit allem verbunden. Was können wir tun um den Wildkräutern, bzw. Unkräutern mehr Raum zu geben?
Wir können z.B. unsere Gärten etwas weniger intensiv pflegen und uns an einer größeren Vielfalt freuen, die sich dann automatisch einstellt. Lassen wir mehr Natur im Garten zu.
Die Natur kann sich helfen, da wir alle in der Coronazeit mehr Zeit zum Beobachten haben gibt es in unseren Gärten dann auch mehr zu entdecken. Lassen wir wilde Ecken in den Gärten entstehen und die Vielfalt wird sich einstellen. Informationen www.NABU.de

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen, OV Nidderau

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