Schöneck: Grüne wollen neues Gewerbegebiet klimafreundlich gestalten

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Mit zwei Anträgen erhöhen die Grünen den Druck auf die Schönecker Gemeindevertretung, ihre Klimaschutzversprechen nun auch umzusetzen. Konkret soll die Erweiterung des Gewerbegebiets Kilianstädten Nord 2 klimafreundlich erfolgen und Investor*innen beispielsweise zur Nutzung der Sonnenenergie verpflichtet werden. Weiter soll ein Monitoring eingerichtet werden, um das festgelegte Ziel der Klimaneutralität bis 2030 zu überwachen und fortzuschreiben.

Was hat der erste Bundespräsident mit Klimaschutz in Schöneck zu tun? „Nur wer weiß, woher er kommt, weiß, wohin er geht.“ Mit diesem Zitat von Theodor Heuss begründet Fraktionsvorsitzende Laura Merz den Antrag der Grünen, mit einem so genannten CO2-Monitoring die Datengrundlage für Klimaschutzmaßnahmen in Schöneck zu schaffen.

Halbzeit ist höchste Zeit“

Bereits im 2012 verabschiedeten Klimaschutzkonzept hatte Schöneck die Einrichtung eines Monitorings vorgesehen, um den Fortschritt der festgelegten Energie- und Klimaschutzziele bis 2030 erfassen und überwachen zu können. Die Grünen beantragen dazu nun, die von der hessischen Landesregierung zur Verfügung gestellte Software „Ecospeed Region“ für die CO2-Bilanzierung einzuführen. „2021 haben wir Halbzeit – und noch nicht viel erreicht. Jetzt ist es wirklich höchste Zeit, mit einem CO2-Monitoring Transparenz über Stand und Entwicklung der Klimaschutzmaßnahmen herzustellen und die Grundlage für ihre politische Steuerung und Fortschreibung zu schaffen“, erläutert Laura Merz. „Jedes noch so kleine Rad im Getriebe muss den Ernst der Lage verstehen und größtmögliche Anstrengungen unternehmen, um eine Erderwärmung um mehr als 1,5 Grad zu verhindern. Auch die Gemeinde Schöneck!“

Klimafreundliches Gewerbegebiet

Im zweiten Antrag der Grünen in der Gemeindevertretung am 20. Mai geht es um konkreten Klimaschutz im neuen Gewerbegebiet Kilianstädten Nord 2. Schon bei Erschließung und Verkauf der Grundstücke soll eine klimafreundliche Infrastruktur gefordert und gefördert werden. Nach den Plänen der Grünen würden Grundstückskäufer*innen vertraglich verpflichtet, Sonnenenergie auf den neuen Gebäuden zu nutzen und eine erwartete künftige Vollausstattung mit Elektrofahrzeugen vorzubereiten. Die Gemeinde soll sich im Gegenzug verpflichten, fahrradfreundliche Arbeitgeber zu fördern und die Anbindung an den ÖPNV zu prüfen.

Den Grünen ist bewusst, dass manche politische Wettbewerber gerade in Fragen der Umweltpolitik ordnungspolitischen Maßnahmen kritisch gegenüberstehen. Doch diese Maßnahmen seien legitim, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wolfgang Seifried: „Wir als Gemeinde Schöneck stellen den Gewerbebetrieben kostbare Flächen zur Verfügung. Für den Klimaschutz und das Gemeinwohl ist es erforderlich, dass auf diesen nun ohnehin versiegelten Flächen als Zusatznutzen Sonnenenergie gewonnen wird.“ Zumal damit ja auch Geld verdient werden könne. Nachdem zuletzt auch Baden-Württemberg eine Solarpflicht beschlossen hat, ist Seifried zuversichtlich, dass auch in Schöneck der Bann gebrochen werden kann.

Bei Rechenzentrumsbetrieb: Abwärme nutzen

Die Vorschläge gelten unabhängig von der Art der anzusiedelnden Gewerbebetriebe. Sollten sich die Bestrebungen konkretisieren, einen großen Rechenzentrumsbetrieb anzusiedeln, würde Schöneck beim Stromverbrauch in eine neue Dimension vorstoßen. Die bei der Kühlung entstehende Abwärme dürfe man aus Klimaschutzgründen nicht einfach verpuffen lassen, so Seifried. Deshalb müsse dann zusätzlich ein Konzept entwickelt werden, die Abwärme sinnvoll zu nutzen, zum Beispiel durch den Aufbau eines Nahwärmenetzes.

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Schöneck

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