Einsatz der Bundeswehr neigt sich dem Ende entgegen

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Der Main-Kinzig-Kreis wird bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie seit November 2020 von Kräften der Bundeswehr unterstützt – mittlerweile wurden in diesem Zeitraum rund 200 Soldatinnen und Soldaten eingearbeitet. Sie haben die Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises auf vielfältige Weise unterstützt: Bei der Kontaktpersonennachverfolgung, Schnelltest-Angeboten in den Alten- und Pflegezentren und in den beiden Impfzentren in Gelnhausen und Hanau. Vor einigen Tagen haben Landrat Thorsten Stolz und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler 15 Soldatinnen und Soldaten vom Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen begrüßt. Die Männer und Frauen werden voraussichtlich bis Ende Juni im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr eingesetzt. Weitere Soldatinnen und Soldaten des Versorgungsbataillons 141 unterstützen derzeit außerdem die Teams in den beiden Impfzentren voraussichtlich bis zu deren geplanter Schließung Ende September. Denn angesichts des derzeit niedrigen Infektionsgeschehens wird die Hilfe der Bundeswehr in absehbarer Zeit akut nicht mehr benötigt.

Bei dieser Gelegenheit tauschte sich die Kreisspitze und die von Christoph Höhn kommissarisch geleitete Abteilung Hygiene und Umweltmedizin mit Brigadegeneral Braunstein, Kommandeur des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr, Oberst Siegfried Zeyer, stellvertretender Kommandeur des Landeskommandos Hessen und Oberstleutnant Sebastian Dieckhoff, Leiter des Kreisverbindungskommandos des Main-Kinzig-Kreises, über die Situation im Main-Kinzig-Kreis seit Beginn der Pandemie aus und gab einen Überblick auf die Infektionszahlen, die derzeit erfreulich rückläufig sind. Das war jedoch nicht immer so: „Der Einsatz der Bundeswehr kam im November zu einer Zeit, als die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt steigende Fallzahlen zu bearbeiten hatten. Trotz mehrfacher Verstärkung aus anderen Teilen der Verwaltung und neu eingestellten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen war es zu dieser Zeit nicht mehr möglich, die Kontaktpersonennachverfolgung zeitnah zu gewährleisten. Wir haben diese personelle Verstärkung durch die Bundeswehr dringend benötigt“, blickte Landrat Thorsten Stolz zurück und dankte zusammen mit Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler den Streitkräften für ihren vorbildlichen Einsatz in diesen schwierigen Monaten der Pandemiebekämpfung.

Susanne Simmler skizzierte die enorme Aufgabe, vor der die Verwaltung zu dieser Zeit stand: innerhalb kurzer Zeit nicht nur personell aufzustocken, sondern auch räumliche Kapazitäten zu schaffen und alle neuen Arbeitsplätze technisch auszurüsten: „Das war eine sehr fordernde Phase. Unsere Teams mussten elf Wochen lang im Zweischicht-System arbeiten – und nach wie vor gibt es auch Dienste an den Wochenenden. Bei alledem haben uns die Bundeswehrkräfte sehr unterstützt. Es war auch für die Mitarbeitenden in der Verwaltung ein wichtiges Signal zu sehen, dass jetzt alle Kräfte mobilisiert werden und sie mit dieser großen Aufgabe nicht allein gelassen werden.“ Zu Spitzenzeiten waren im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr rund 200 Personen mit Aufgaben zum Thema Corona befasst – mittlerweile sind es 100 Personen.

Die Bundeswehrkräfte waren ihrerseits auf ganz neue Weise gefordert. Zwar ging es auch hier um den Schutz von Menschen, jedoch war hier der persönliche Kontakt am Telefon entscheidend. Diese Gespräche waren mitunter nicht immer einfach. Wer einen Anruf aus dem Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr erhält, reagiert ganz unterschiedlich, wenn es um eine Corona-Infektion oder eine Quarantäne-Anordnung geht. Manche sind besorgt und ängstlich, andere hingegen aufgebracht. Von den Anrufenden wird hier Fingerspitzengefühl, Verständnis und auch Geduld gefordert.

„Wir erleben gerade eine Zeit, in der die Bürgerinnen und Bürger viel stärker in Kontakt mit den staatlichen Stellen treten. Die Bundeswehr ist durch den zivilmilitärischen Einsatz seit längerer Zeit wieder im Main-Kinzig-Kreis präsent und wird von den Menschen wieder stärker wahrgenommen“, erklärte Brigadegeneral Braunstein und fügte hinzu: „In der Bundeswehr ist die Bereitschaft groß, bei der Bekämpfung der Pandemie zu helfen.“ Der Einsatz der Bundeswehr sei von den Bürgerinnen und Bürgern des Main-Kinzig-Kreises durchweg positiv und mit großer Dankbarkeit aufgenommen worden, stellte Landrat Stolz fest. Die Zusammenarbeit auf allen Ebenen sei vorbildlich und gut, betonte Susanne Simmler.

Quelle: Main-Kinzig-Kreis

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