Gottesdienst zum Israelsonntag in der Stiftskirche Windecken, und anschließendem Konzert

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Am 08. August 2021 um 10:00 Uhr wird der Israelsonntag in der Stiftskirche Windecken im Rahmen von 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland gefeiert. Zu dem anschließenden Konzert um 11:15 Uhr sind auch Besucher eingeladen, die nicht am vorherigen Gottesdienst teilnehmen möchten. Gleichzeitig öffnet von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr das Heimatmuseum seine Pforten und man kann die ausgestellten Exponate jüdischen Lebens und Glaubens besichtigen. Jedes Jahr wird in der evangelischen Kirche der 10. Sonntag nach Trinitatis als Israelsonntag begangen. In einem Gottesdienst besinnen sich die Gläubigen der engen Beziehung von Christen und Juden. Das ist eine neue Entwicklung, denn über viele Jahrhunderte wurde die Gegnerschaft betont und die Folge waren Leid und Verfolgung des jüdischen Volkes. Nach dem zweiten Weltkrieg begannen Christen über ihre Mitschuld am Verbrechen des Holocaust nachzudenken und entdeckten beim Lesen in der Bibel neu ihre große Nähe zum Judentum.  Jesus war Jude, das galt es im christlichen Glauben ernst zu nehmen. Das Alte Testament war die Grundlage seines Glaubens und seines Eins-Sein mit Gott. Kein Jota (nicht der kleinste Buchstage), so predigte er, soll in der Tora verloren gehen. In den letzten Jahrzehnten wuchs die Überzeugung, dass Juden und Christen im Glauben Geschwister sind, die sich unterscheiden und doch zusammengehören. Betonte man in früheren Jahren die Glaubensunterschiede, so werden inzwischen an diesem Sonntag die gemeinsamen Überzeugungen und vor allem der gemeinsame Glaube an den einen Gott gefeiert. In diesem Jahr wird es beim Predigttext um die Gabe der Tora am Sinai mit seinen 10 Geboten an das jüdische Volk und die Welt gehen. Welche Bedeutung hat das für Christen und Juden, die im Dialog stehen? Über den Gottesdienst hinaus wollen wir uns aber über jüdisches Leben im Bereich des heutigen Deutschlands seit über 1700 Jahr freuen. Der Rahmen des Gottesdienstes ist darum weiter als sonst gesteckt: Irith Gabriely, die Queen of Klezmer, wird mit ihrer Klarinette zu Gast sein und im Gottesdienst begleitet von Thomas Wächter am Piano aufspielen. Ab 11:15 Uhr geben beide in einer Matinee ein Klezmerkonzert. Darauf freuen sich neben der Gemeinde, Pfarrer i.R. Heinz Daume und die Bürgerstiftung Windecken die dazu herzlich einladen. Irith Gabriely wurde in Haifa geboren, später studierte sie Klarinette, Klavier, Dirigieren und Philosophie in Tel Aviv. Sie kam nach Deutschland und wurde erste Klarinettistin am Staatstheater Darmstadt. 1986 gründete sie die Klezmergruppe „Colaleila“ und gibt seitdem Konzerte in ganz Europa. Ihr Repertoire beinhaltet klassische Werke, Improvisation und Jazz Elemente. Die weltweit bekannte Musikerin, Komponistin und großartige Entertainerin profiliert sich auch als Mittlerin zwischen den verschiedensten Musikstilen und der monotheistischen Religionen, in dem sie zusammen mit christlichen, islamischen und jüdischen Interpreten auftritt. Heinz Daume, Pfarrer im Ruhestand, lebt seit 2018 in Windecken, ist ev. Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hanau e.V. und gehört zum Vorstand des Dachverbandes Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Ein vielfältiges Programm mit mehreren Veranstaltungen, einer Altstadtführung am 12.09. mit Erhard Bus, sowie Vorträgen am 24.09. von Erhard Bus, 01.10. von Pfr. Heinz Daume und 28.10. von G. Lüdecke-Eisenberg, einer Gottesdienstvesper mit Musik am 02.10. und Ausstellungen am 28.10. in der Bertha von Suttner-Schule, sowie vom 07.11. bis 19.11. im Foyer der Sport-und Kulturhalle Heldenbergen von Fotograf Ralf Vollmer. Am 07.11. und am 09.11. finden weitere Veranstaltungen zu den Novemberpogromen statt.  Aktuelle Informationen können im Veranstaltungskalender der Stadt Nidderau eingesehen werden. Das detaillierte Programm ist in allen Nidderauer Kirchen, dem Reisestübchen im Forum, im Rathaus und der Stadtbücherei der Stadt Nidderau sowie auf der Homepage der Stadt Nidderau (www.nidderau.de) zu finden. Informationen zu den Veranstaltungen können unter Info@nidderau.de, oder Kulturverwaltung@nidderau.de, sowie auch bei der Bürgerstiftung Nidderau erfragt werden.

Quelle: Magistrat der Stadt Nidderau

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